Ich bin seit Jänner glücklich vergeben. Geschenke für den Partner sind kein Problem, im Gegenteil, ich genieße es, jemanden mit persönlichen Geschenken überraschen zu dürfen.
Kopfzerbrechen bereiten mir seine Eltern. Ich freue mich, dass sie mich sehr schätzen, das beruht auch auf Gegenseitigkeit. Vorweg möchte ich noch erwähnen, dass in meiner Familie teure Geschenke nicht üblich sind, zum Geburtstag bekomme ich nichts, zu Weihnachten einen Gutschein (EUR 100). Mein Vater bekommt von mir Konzertkarten (EUR 20).
Seine Eltern haben bereits zu meinem Geburtstag nachgefragt, womit sie mir eine Freude machen können. Ich habe zwei Bücher zur Auswahl genannt, bekommen habe ich beide und zusätzlich teure Kosmetikartikel, in Summe ca. EUR 70. Schon damals war mir das unangenehm, da der Geburtstag im Oktober ist, meinte ich zu meinem Partner, wir müssen uns für Weihnachten etwas einfallen lassen. Er meinte daraufhin aber, sie wollen mir eine Freude machen und "erwarten" kein Gegengeschenk. Schon richtig, aber ...
Ich wollte ihnen nun zu Weihnachten Wein aus meiner Heimat schenken sprich etwas mit persönlichem Bezug. Ich bin mir auch sicher, dass sie sich darüber freuen werden. Zusätzlich sind wir auf der Suche nach einem Bilderrahmen - das wurde von ihnen mal erwähnt, mittlerweile gibt es vier statt drei Enkelkinder, deren Fotos untereinander hängen. Auch hier zählt der Gedanke und ihre Freude darüber, dass wir daran gedacht haben.
So, jetzt haben sie EUR 200 für mich überwiesen (mein Partner bekommt EUR 300). Ich habe noch nicht mit ihm darüber gesprochen, ob es üblich ist, sich etwas zu kaufen und quasi zu präsentieren. Mal abgesehen davon, dass das für mich nicht möglich ist (wir verbringen Weihnachten getrennt, ich bei meinem Vater), ist mir das wirklich unangenehm, in dieser Höhe beschenkt zu werden.
Wie soll ich damit umgehen?
Ich habe überlegt, mit wem ich darüber sprechen kann und hoffe, von euch verschiedene Blickwinkel zu bekommen.
Vielen Dank!
Kiwi